Verlässlicher Hitzeschutz für Kitas und Schulen

GRÜNER Antrag im Wormser Stadtrat setzt auf nachhaltige Klimaanpassung

Zur kommenden Sitzung im Wormser Stadtrat bringen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einen Antrag ein, der den Hitzeschutz an Kindertagesstätten und Schulen in städtischer Verantwortung verbindlich regeln soll. Ziel ist es, bei jeder baulichen Maßnahme künftig wirksame Maßnahmen zur Klimaanpassung umzusetzen.

„Die Klimakrise ist längst in den Einrichtungen angekommen“, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Carolin Cloos. „Die Zahl der Hitzetage steigt kontinuierlich und besonders Kinder leiden unter überhitzten Räumen. Hier kommt der Stadt als Träger eine klare Verantwortung zu.“

Gesundheit und Bildung schützen

In den vergangenen Sommern wurden in Wormser Einrichtungen Temperaturen erreicht, die konzentriertes Lernen, Spielen und Arbeiten kaum noch zulassen. Für die Kindertagesstätten unbedeutet dies eine erhebliche Belastung für Kinder und pädagogisches Personal. Hohe Raumtemperaturen wirken sich nicht nur auf Konzentrationsfähigkeit und Leistungsvermögen aus, sondern können auch zu Kreislaufproblemen, Erschöpfung und erhöhten Krankenständen führen. Extrem hohe Temperaturen können dazu führen, dass Räume zeitweise nicht nutzbar sind. Das hat Auswirkungen auf Betreuung, Unterrichtsqualität und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Für die GRÜNEN ist daher klar: Gute Lern- und Arbeitsbedingungen setzen auch gesundheitlich sichere Rahmenbedingungen voraus.

Vorrang für Verschattung – Technik sinnvoll ergänzen

Der Antrag sieht vor, bei Neubauten und Sanierungen vorrangig auf wirksame Verschattungsmaßnahmen zu setzen. Vorstellbar seien außenliegender Sonnenschutz oder Fassadenbegrünung. Diese Lösungen gelten als kostengünstig, langlebig und besonders effektiv gegen Überhitzung.

Wo Verschattung allein nicht ausreicht, sollen ergänzend technische Kühllösungen eingesetzt werden, kombiniert mit Photovoltaikanlagen zur Eigenstromnutzung. Gerade an heißen, sonnigen Tagen liefern Solaranlagen zuverlässig Energie für Kühltechnik und verbinden so Klimaanpassung mit aktivem Klimaschutz.

Jetzt handeln – Fördermittel nutzen

Die Rekordsommer der vergangenen Jahre verdeutlichen aus Sicht der Grünen die Dringlichkeit des Handelns. Investitionen in Hitzeschutzmaßnahmen sparen langfristig Kosten und schützen zugleich die Gesundheit.

„Wer heute in Hitzeschutz investiert, investiert doppelt: in gute Lern- und Arbeitsbedingungen und in die Gesundheit unserer Kinder“, betont Carolin Cloos. „Mit den derzeit verfügbaren Fördermitteln von Bund und Land ist jetzt der richtige Zeitpunkt, diese Maßnahmen vorrangig umzusetzen.“ Mit dem Antrag verfolgen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Worms das Ziel, die kommunale Infrastruktur systematisch an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen und Kinder, Lehrkräfte sowie pädagogisches Personal nachhaltig zu entlasten.

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