Der Stadtrat hat in der Stadtratssitzung am 18. März 2026 den Änderungsantrag der GRÜNEN zum Prüfantrag zur kostenlosen Nutzung des Stadtbusverkehrs für Mitarbeitende im Kontroll- und Vollzugsdienst mehrheitlich abgelehnt. Ziel des Antrags war es, die Regelung nicht an das Tragen einer Dienstuniform zu knüpfen.
Die Wormser GRÜNEN kritisieren, dass der ursprüngliche Antrag der CDU eine unnötige Einschränkung enthält. „Es ist wenig nachvollziehbar, warum eine Uniform zur Voraussetzung gemacht werden soll“, erklärt Carolin Cloos, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Direktkandidatin für die Landtagswahl. „Viele Mitarbeitende im Kontroll- und Vollzugsdienst leisten täglich einen wichtigen Beitrag für unsere Stadt, auch ohne Uniform. Diese Arbeit verdient Anerkennung, unabhängig von der Kleidung.“
Ein Blick in andere Regionen zeigt, dass es auch praxistauglichere Lösungen gibt: Im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) können beispielsweise auch Kriminalbeamt*innen in Zivil den öffentlichen Nahverkehr kostenfrei nutzen, sofern sie ihren Ausweis entsprechend tragen.
Aus Sicht der GRÜNEN Stadtratsfraktion greift die aktuelle Regelung zudem zu kurz, wenn es um mehr Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr geht. Verbesserungen ließen sich vor allem durch gezielte Investitionen erreichen, etwa in mehr Personal und moderne Ausstattung. Eine Beschränkung auf uniformierte Kräfte die nach Dienstende Stadtbus fahren, trage dazu nicht entscheidend bei. Die GRÜNEN hatten daher gefordert, die kostenlose Stadtbus-Nutzung für alle berechtigten städtischen Mitarbeitenden im Kontroll- und Vollzugsdienst zu prüfen, unabhängig davon ob sie eine Uniform tragen oder nicht. „Wertschätzung darf nicht an eine Uniform geknüpft sein“, so Carolin Cloos. „Wir brauchen eine faire und praktikable Lösung für alle.“
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