In der heutigen Stadtratssitzung hat Oberbürgermeister Adolf Kessel angekündigt, sein Amt zum Ende des Jahres niederzulegen.
„Oberbürgermeister Kessel hat sich in seiner Amtszeit mit Herzblut, Standhaftigkeit und Unaufgeregtheit in den Dienst dieser Stadt gestellt. Dafür verdient er unsere Anerkennung und den Dank aller Wormser*innen. Sein politischer Stil wird uns schmerzlich fehlen“, kommentiert Anna Biegler, Vorsitzende der Wormser GRÜNEN, Kessels Rückzug.
Mit Blick auf die anstehende Oberbürgermeister*innenwahl im Herbst 2026 haben die Wormser GRÜNEN bereits eine klare Entscheidung getroffen. Sie werden keine eigene Kandidat*in aufstellen. Stattdessen wird der Kreisvorstand Gespräche mit CDU und SPD führen, um eine mögliche Unterstützung zu beraten. Das hat die Kreismitgliederversammlung am 18. April 2026 einstimmig beschlossen.
CDU und SPD werden voraussichtlich eigene Kandidaturen einreichen. Ziel der Gespräche ist es, zu klären, welche davon die GRÜNEN inhaltlich überzeugt und unterstützt werden kann.
„Unsere Unterstützung gibt es aber nicht umsonst. Wir werden auch ohne eigene Kandidat*in Verantwortung für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit in Worms übernehmen und demokratische Kräfte bündeln“, unterstreicht Anna Biegler. „Wir schauen uns genau an, wer bereit ist, die wichtigen Zukunftsfragen unserer Stadt wirklich anzupacken.“
Zugleich setzt der Kreisverband ein klares Signal: Eine Unterstützung der Wählergruppe „Worms will weiter“ schließen die Grünen aus. Das Abstimmungsverhalten und die Unberechenbarkeit ihrer Stadtratsfraktion passt aus Sicht der GRÜNEN in zentralen Fragen nicht zu den eigenen Werten.
„Wer den Klimaschutz hintergeht und beim Feminismus blockiert, kann nicht mit unserer Unterstützung rechnen. Dem liberalen Image wird WWW schon lange nicht mehr gerecht. Wir wollen dazu beitragen, dass Worms von einer Persönlichkeit geführt wird, die unsere offenen Werte teilt und die Stadt gut in die Zukunft führt.“, so Anna Biegler weiter.
Rücktritt von Oberbürgermeister Kessel und Oberbürgermeister*innenwahl 2026