Sozialwohnungen als Lärmschutz – nicht mit den Grünen

 

In der Sitzung des Bauausschusses am 30. März 2023 soll über die weiteren Planungen des Gleisdreiecks beraten werden.

Die erst kürzlich von der Stadt veröffentlichten Pläne sind aus Sicht der Wormser Grünen nicht zustimmungsfähig. Daher möchten die Wormser Grünen konstruktive Vorschläge in die weitere Entwicklung einbringen.

“Die Stadt plant einen Lärmschutzriegel aus mehrgeschossigen Sozialwohnungen, um die dahinterliegenden Einfamilienhäuser abzuschirmen. Das sehe ich kritisch. Wir brauchen bezahlbares Wohnen in Worms. Aber wir könnten diese Wohnungen auf der vorhandenen Fläche besser anordnen, um den Menschen, die auf bezahlbares Wohnen angewiesen sind, vor Lärm und Luftschadstoffen zu schützen“, so Christian Engelke (Sprecher für Wohnen und Stadtentwicklung der Wormser Stadtratsfraktion).

Aber auch für Kinder und Jugendliche sehen die Grünen noch Verbesserungsbedarf. David Hilzendegen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, ergänzt, dass in den Plänen nahezu kein Platz für soziale Infrastruktur vorgesehen ist. “Wenn dort über 370 Wohnungen entstehen sollen, wo sind die Freiflächen, auf denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten können? Solche Flächen sind wichtig für den sozialen Zusammenhalt und kämen ganz Rheindürkheim zugute. Außerdem muss auch die ausreichende Versorgung mit Kita- und Grundschulplätzen detailliert in den Blick genommen werden.”

Die Vorsitzende der Wormser Grünen Anna Biegler (Sprecherin des AK Planen, Bauen und Wohnen) regt an, den Bau einer Quartiersgarage in den Lärmschutz zu integrieren: „Dadurch könnte zum Beispiel ein Teil des Quartiers autofrei geplant werden und wir brauchen weniger teure Straßen zur Erschließung des Gebiets.“

 „Die Wärmewende im Gebäudesektor ist aktuell eine drängende Frage. Gerade vor dem Hintergrund, dass das Quartier neu geplant wird, müssen wir alle Voraussetzungen schaffen, um eine klimafreundliche Wärmeversorgung der Gebäude zu ermöglichen. Daher ist zu überlegen, ob für das Gebiet ein klimafreundliches Nah- oder Fernwärmenetz errichtet werden kann. Das hat sich in anderen Städten bereits bewährt.” so Biegler abschließend.

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