Keine Pause für Mähroboter in der Nacht.

Weitere Chance für mehr Biodiversität in Worms verpasst!

Vergangene Woche wurde ein Prüfantrag der Wormser GRÜNEN in den Umwelt- und Agrarausschuss verwiesen. In dem Antrag ging es darum, dass die Stadt prüfen sollte, wie die Stadt den nächtlichen Einsatz von Mährobotern zum Schutz nachtaktiver Tiere wie Igel und andere Kleintiere stärker regulieren kann. Zahlreiche Natur- und Tierschutzverbände sowie der Deutsche Städtetag sprechen sich bereits für entsprechende Regelungen aus. Auch haben andere Städte wie Mainz ein solches nächtliches Betriebsverbot bereits eingeführt. Die GRÜNEN betonen, dass der Eingriff für uns Menschen gering ist, für Igel und andere nachtaktive Kleintiere aber lebensrettend. Die Geräte können natürlich weiterhin tagsüber genutzt werden. Es geht lediglich darum, sie in den Nachtstunden nicht fahren zu lassen.

Die Grüne Jugend Worms hatte große Hoffnung in den Antrag gesetzt – nicht zuletzt weil der Igel als Wappentier für den Jugendverband steht. Entsprechend fällt die Enttäuschung über die Stadtpolitik aus: „Die Koalition lässt lieber weiter Igel schreddern als ein einziges Mal den GRÜNEN zuzustimmen. Das ist erbärmlicher Kulturkampf statt durchdachter und faktenbasierter Politik“, kommentiert Alex Airich, Co-Sprecher der Wormser Grünen Jugend.

Im Umwelt- und Agrarausschuss wurde der Antrag am vergangenen Dienstag einhellig ablehnt. Keine weitere Fraktion wollte sich diesem Antrag der GRÜNEN anschließen. „Mit der Ablehnung unseres Antrags wurde eine einfache Möglichkeit verpasst, die Biodiversität in Worms konkret zu fördern.“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Anna Biegler.

Heike Jores, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Umwelt- und Agrarausschuss, ergänzt: ,,Unser Antrag war bewusst moderat formuliert und sollte zunächst nur Handlungsmöglichkeiten prüfen. Der Verwaltungsaufwand dafür wäre gering gewesen. Dass selbst dafür keine Mehrheit zustande kam, ist ein weiteres enttäuschendes Signal für den Natur- und Artenschutz in Worms.“

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